Automaten – diese stillen Helden des Alltags!
Heute begegnet man ihnen eher selten, und wenn doch, dann verlangen sie meist brav nach Kleingeld für einen Parkschein. Nicht gerade die aufregendste Begegnung.
Dabei waren Automaten früher echte Alleskönner. In Zeiten, in denen „24/7 geöffnet“ noch wie Science-Fiction klang, sprangen sie ein, wenn der Mensch längst Feierabend hatte. Sonntags? Alles dicht. Mittwochnachmittag? Um 13:00 Uhr war Schluss mit lustig. Und wer nach 20:00 Uhr noch etwas brauchte, hatte schlicht Pech – es sei denn, ein Automat war in der Nähe.
Kurz gesagt: Früher waren Automaten die Retter in der Not. Heute sind sie eher die stillen Parkwächter unserer Städte. Zeiten ändern sich eben – und mit ihnen auch die Jobs der Automaten.
Wie kann man Automaten einteilen?
Im Grunde lässt sich die bunte Welt der Automaten in drei große Gruppen einteilen – ganz übersichtlich und doch erstaunlich vielseitig:
1) Warenautomaten
Hier geht es ganz klassisch zur Sache: Diese Geräte spucken handfeste Produkte aus – von Zigaretten über Schokoriegel bis hin zu Filmen. Einfach Geld rein, Ware raus.
2) Unterhaltungs- und Spielautomaten (mit oder ohne Gewinn)
Diese Kategorie sorgt für Spannung: Ob der legendäre „einarmige Bandit“ oder Geschicklichkeitsgeräte – hier entscheidet entweder das Glück oder die Fingerfertigkeit über Sieg oder Niederlage. Manche locken mit Gewinnen, andere einfach mit dem Spaß am Spiel.
3) Sonstige Verkaufs- und Leistungsautomaten (Dienstleistungsautomaten)
Diese Automaten sind etwas subtiler unterwegs: Sie verkaufen keine klassischen Produkte, sondern eher Leistungen. Ein Beispiel? Die Briefmarke – physisch vorhanden, aber eigentlich bezahlt man damit die Dienstleistung der Post. Oder Geräte, die einem schlicht das eigene Gewicht verraten.
Diese grobe Einteilung findet sich in ähnlicher Form bereits bei Schmidt, Friedrich H. (1952) im Werk „Automatenrecht“
Die Abgrenzung zwischen den verschiedenen Automatenkategorien war historisch nicht immer eindeutig. Ein Beispiel dafür sind Spielautomaten, die Pfefferminzrollen ausgeben. In den 1930er-Jahren klassifizierte der Gesetzgeber solche Geräte als Glücksspielautomaten, während die Betreiber sie als Warenverkaufsautomaten einstuften. In den 1920er- und 1930er-Jahren führten diese Unterschiede zu umfangreichen rechtlichen Diskussionen, nicht nur in Deutschland. Zudem wurden diverse Gerichtsverfahren durchgeführt, um zu klären, ob bestimmte Automaten als Glücksspielautomaten oder als Geschicklichkeitsautomaten einzustufen sind

Kugelautomaten / Verkaufssimulatoren
(Warenautomat oder Unterhaltungsautomat):
Dieser Automatentyp ist heute fast in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um eine Art von Glücksspiel. In Deutschland hatten diese Automaten ihren Zenit Anfang der 30er Jahre. Sie wurden später verboten.

Hygieneautomaten (Warenautomat):
Hier findet man alles, was früher in öffentlichen Toiletten hing. Es ist nicht nur der typische Kondomautomat.

Tabakwarenautomaten (Warenautomat):
Wenn es heute noch Warenautomaten gibt, sind es oft Zigarettenautomaten. Die Befriedigung der Sucht hatte aber immer schon einen hohen Stellenwert. In den 20er / 30er Jahren gab es verschiedene Typen von Zigarettenautomaten. Die Anzahl der Warenschächte war aber nicht vergleichbar mit heutigen Modellen. Viele Automaten hatten nur zwei Sorten im Angebot. Hier unterscheidet man zwischen Automaten, die z. B. innerhalb einer Gaststätte oder an einer Fassade befestigt wurden. Bis in die 30er Jahre galt die sogenannte Residenzpflicht, diese galt aber nicht für Gastwirtschaften, dort durfte im geringen Umfang Tabakwaren / Streichhölzer verkauft werden.

Kategorien
Die vorgestellten Automaten werden auf dieser Homepage in verschiedene Kategorien eingeteilt / eingruppiert. Auch hier gibt es teilweise sehr fließende Übergänge.
Münztelefone (Dienstleistungsautomat):
Bevor Mobiltelefone allgegenwärtig wurden, waren Münztelefone weltweit ein beliebtes Kommunikationsmittel. Sie ermöglichten es Menschen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich schnell und unkompliziert zu telefonieren. Die ersten Geräte mit Bezahlfunktion wurden Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, etwa zeitgleich mit der Verbreitung des Telefons nach Alexander Graham Bell. Öffentliche Münztelefone prägten das Stadtbild, während private Modelle in Haushalten oder Betrieben genutzt wurden. Sie waren einfach zu bedienen, zuverlässig und oft der einzige Weg, spontan über größere Entfernungen zu kommunizieren.

Süßwarenautomaten (Warenautomat):
Die Süßwarenautomaten stellen eigentlich die Geburtsstunde der Warenautomaten dar. Die Hersteller, gerade die Firma Stollwerk, verkaufte über die ersten Automaten „Proben“ ihrer Waren.

Wertzeichengeber, besser bekannt als Briefmarkenautomaten (Dienstleistungsautomat):
Der Briefmarkenautomat gehört nicht zu den klassischen Warenautomaten, aber es gibt ihn in sehr vielen Ausführungen.

Personenwaagen (Dienstleistungsautomat):
Eine Waage hatte früher nicht jeder und wahrscheinlich war man früher auch etwas entspannter, was das Gewicht anging. Auf Bahnhöfen im Schwimmbad standen diese sehr großen und teilweise gewaltigen Waagen.

Sonstige (Waren-) Automaten (Warenautomat):
Hier hat es sich nicht gelohnt, eine eigene Rubrik anzulegen! Es gibt die Exoten wie z. B. Kaffemühlautomaten, Filmautomaten, Streichholzautomaten, etc.

Automaten aus dem Bereich des ÖPNV (Dienstleistungsautomat):
Darunter fallen Fahrkartenautomaten, Geldwechsler, Fahrscheindrucker, etc.

Spielautomaten (Unterhaltungsautomat):
Geldspielautomaten sind Geräte, bei denen der Ausgang überwiegend vom Zufall bestimmt wird und der Spieler auf einen Gewinn spielt – klassische Beispiele sind „einarmige Banditen“ bzw. Slotmachines.
Geschicklichkeitsautomaten hingegen stellen die Leistung des Spielers in den Mittelpunkt. Hier entscheiden Reaktion, Timing oder Präzision über den Spielerfolg, nicht der Zufall. Gewinne sind meist gering oder bestehen aus Punkten bzw. Sachpreisen.
Damit unterscheiden sich beide Kategorien klar: Zufall beim Geldspielautomat, Können beim Geschicklichkeitsautomat.

Kategorien
Die vorgestellten Automaten werden auf dieser Homepage in verschiedene Kategorien eingeteilt / eingruppiert. Auch hier gibt es teilweise sehr fließende Übergänge.
Sonstige (Waren-) Automaten
Hier hat es sich nicht gelohnt, eine eigene Rubrik anzulegen! Es gibt die Exoten wie z. B. Kaffemühlautomaten, Filmautomaten, Streichholzautomaten, etc.

Spielautomaten
Geldspielautomaten sind Geräte, bei denen der Ausgang überwiegend vom Zufall bestimmt wird und der Spieler auf einen Gewinn spielt – klassische Beispiele sind „einarmige Banditen“ bzw. Slotmachines.
Geschicklichkeitsautomaten hingegen stellen die Leistung des Spielers in den Mittelpunkt. Hier entscheiden Reaktion, Timing oder Präzision über den Spielerfolg, nicht der Zufall. Gewinne sind meist gering oder bestehen aus Punkten bzw. Sachpreisen.
Damit unterscheiden sich beide Kategorien klar: Zufall beim Geldspielautomat, Können beim Geschicklichkeitsautomat.

Münztelefone
Bevor Mobiltelefone allgegenwärtig wurden, waren Münztelefone weltweit ein beliebtes Kommunikationsmittel. Sie ermöglichten es Menschen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich schnell und unkompliziert zu telefonieren. Die ersten Geräte mit Bezahlfunktion wurden Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, etwa zeitgleich mit der Verbreitung des Telefons nach Alexander Graham Bell. Öffentliche Münztelefone prägten das Stadtbild, während private Modelle in Haushalten oder Betrieben genutzt wurden. Sie waren einfach zu bedienen, zuverlässig und oft der einzige Weg, spontan über größere Entfernungen zu kommunizieren.

Hygieneautomaten:
Hier findet man alles, was früher in öffentlichen Toiletten hing. Es ist nicht nur der typische Kondomautomat.

Süßwarenautomaten:
Die Süßwarenautomaten stellen eigentlich die Geburtsstunde der Warenautomaten dar. Die Hersteller, gerade die Firma Stollwerk, verkaufte über die ersten Automaten „Proben“ ihrer Waren.

Kugelautomaten / Verkaufssimulatoren
Dieser Automatentyp ist heute fast in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um eine Art von Glücksspiel. In Deutschland hatten diese Automaten ihren Zenit Anfang der 30er Jahre. Sie wurden später verboten.

Wertzeichengeber, besser bekannt als Briefmarkenautomaten:
Der Briefmarkenautomat gehört nicht zu den klassischen Warenautomaten, aber es gibt ihn in sehr vielen Ausführungen.

Personenwaagen:
Eine Waage hatte früher nicht jeder und wahrscheinlich war man früher auch etwas entspannter, was das Gewicht anging. Auf Bahnhöfen im Schwimmbad standen diese sehr großen und teilweise gewaltigen Waagen.
